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African Adventure - Driving from France to South Africa and back - |
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25. Juli 2006 Von Khartum bis Port Sudan, dem sudanesischen Hafen am Roten Meer, sind es rund 1 200 Kilometer. Wir starteten mittags in Khartum und fuhren |
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July 24, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN |
bis zum Abend rund 460 Kilometer. Dann suchten wir uns am Straßenrand einen Platz zum Campen. Mitten in der Nacht weckte uns ein heftiges Gewitter. Wir hatten angesichts der dunklen Wolken am Abend bereits damit gerechnet. Christopher schlug sein eigenes Zelt deshalb nicht auf und schlief in unserem „Haus“ auf dem Anhänger. Das war gut so, denn am Morgen hatten wir mal wieder Schlamm. Er setzte sich bei der Auffahrt auf die Straße prompt wieder unter den Schutzblechen der Anhänger-Räder fest, so dass Christopher wieder eines der Räder abnehmen musste, um den gröbsten Dreck loszuwerden. Die Strecke nach Port Sudan führt über hunderte von Kilometern durch Sand- und Steinwüste, aber immerhin auf Asphalt. Die sudanesischen Lastzüge, die von Port Sudan aus Güter ins Landesinnere transportieren, sind mit Anhänger rund 25 Meter lang und deshalb äußerst schwierig zu überholen. Zudem haben die Fahrer ziemlich ruppige Angewohnheiten. Wenn sie überholen wollen, betätigen sie einfach ihre Lichthupe und fahren drauf los. Noch schlimmer sind die Busfahrer, die auf die übrigen Verkehrssteilnehmer noch weniger Rücksicht nehmen. Wir kamen ziemlich geschafft am Abend in Port Sudan an, wo wir erfuhren, dass am nächsten Tag eine Fähre nach Dschidda in Saudi-Arabien gehen würde. Während der Fahrt nach Port Sudan hatten wir die 40 000 Kilometer-Marke auf unserer Reise passiert – einmal um die Erde – kaum zu fassen. Das Hilton Hotel bot uns ein Doppelzimmer für schlappe 275 Dollar an, zwei andere Unterkünfte waren schmuddelig und verlangten auch zu viel Geld. Es war bereits dunkel, als wir aus der Stadt hinausfuhren und schließlich im Hinterhof einer Tankstelle nächtigten, in dem allerhand Unrat herumlag und gebrauchte Lastwagen, Gabelstapler und Landmaschinen zum Verkauf herumstanden. In einer so schlimmen Umgebung hatten wir noch nie genächtigt, aber – wie heißt es so schön – in der Not frisst der Teufel Fliegen. Am frühen Morgen packten wir unsere Siebensachen und machten uns auf die Suche nach Fahrkarten für das Schiff nach Saudi-Arabien. Plötzlich kamen vom linken Hinterrad des Anhängers schreckliche Geräusche. Wir hielten an und stellten zu unserem Schrecken fest, dass die beiden Kugellager der Achse völlig zerstört waren. An ein Weiterfahren mit diesem Schaden war nicht zu denken. Wir koppelten den Anhänger ab und machten uns auf die Suche nach der Agentur für das Schiff nach Dschiddah. Während ich dort blieb, versuchten Marion und Christopher mit Hilfe von ortskundigen Sudanesen jemanden zu finden, der die Kugellager ersetzten könnte. Nach langen Hin und Her taten sie schließlich einen Handwerker auf, der versicherte, er könne uns weiterhelfen. In der Schiffsagentur lief inzwischen alles glatt. Wir bezahlten für die Passage einschließlich Auto und Anhänger 425 Dollar. Für eine Kabine reichte unser Geld nicht mehr. Allerdings fiel Marion erst später ein, dass wir noch 345 Euro besaßen, die wir bei der Einreise nach Afrika weggesteckt hatten, weil die gängige ausländische Währung auf diesem Kontinent der Dollar ist. Schließlich hatte ich alle Papiere für die Fähre zusammen und wenig später kamen auch die nötigen, teils handgefertigten Teile für die Anhänger-Achse. Marion blieb im Gebäude der Schiffsagentur. Christopher und ich fuhren zu der Stelle, wo wir den Anhänger hatten abstellen müssen. Es gelang Christopher, die Achse so weit herzurichten, dass wir das Rad wieder festmachen konnten. Die Reparatur war nicht vollkommen, aber die 60 Kilometer nach Suakin, wo die Fähren anlegen, glaubten wir meistern zu können. Wir stiegen frohgemut ins Auto, um Marion abzuholen. Ich schaute mich nach meiner Tasche mit unseren Pässen, den Schifftickets und den Autopapieren um und mich packte blankes Entsetzen. Die Tasche war weg. Hektisch durchsuchten wir das ganze Auto. Vergeblich – offensichtlich hatten Diebe die Tasche entwendet, während Christopher und ich den Anhänger reparierten. Der Pajero hatte während der einstündigen Arbeit direkt neben uns gestanden, die Scheiben waren hochgekurbelt, aber die Türen nicht abgeschlossen. Was für ein Schlag. Es hatte uns viel Geld und eine Woche im glühend heißen Khartum gekostet, um die nötigen Visa zu beschaffen. Wir freuten uns darauf, das zu dieser Zeit nicht gerade einladende Land zu verlassen und nun das. Völlig entnervt schoben wir uns gegenseitig die Schuld zu. Ich hatte meine Tasche aus den Augen gelassen, Christopher hatte im Eifer der Reparatur vergessen, den Pajero abzuschließen, und Marion war nicht mit uns gekommen, weil es im Gebäude der Schiffsagentur angenehm kühl war. Die Polizei erklärte uns, sie würden die Papiere bestimmt wieder finden, denn die Diebe seien immer nur an Geld interessiert, und in der Tasche war keines. Wir überlegten hin und her, was wir nun tun sollten. Ich hatte die Idee, den Pajero und den Anhänger per Schiff nach Europa zu verfrachten und die Reise abzubrechen. Nochmals 1 200 Kilometer nach Khartum zurückzufahren und das mit einem nicht 100-prozentig reparierten Anhänger, erschien mir und auch Christopher ziemlich riskant. Wir nächtigen im Hof der Schiffsagentur und morgens machte Marion den besten Vorschlag: Wir würden Auto und Anhänger in Port Sudan lassen, nach Khartum fliegen, von der Deutschen Botschaft neue Pässe bekommen und dann ein Flugzeug nach Hause nehmen, um dort alles in Ruhe zu regeln. Anfang September würden wir dann wieder nach Khartum zurückkehren, uns nochmals die Visa für Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien besorgen und dann unsere Reise in aller Ruhe fortsetzen. Nach diesem Vorschlag fühlten wir uns alle sehr viel besser. Gesagt, getan. Die Polizei fand unsere Papiere nicht, wie wir schon vermutet hatten. Die Angestellten der Schiffsagentur gaben sich alle Mühe, uns in der misslichen Situation zu helfen, luden uns sogar zum Essen in den Büroräumen ein. Christopher suchte nochmals die Auto-Werkstatt auf und ließ den Anhänger gründlich reparieren, einschließlich dreier Blattfedern, die gebrochen waren. Nach drei Tagen flogen wir nach Khartum, nachdem wir den Pajero beim Zoll abgestellt hatten. Tags darauf stellte die Deutsche Botschaft Christopher und mir neue Pässe aus – Marion hatte ihren zweiten in ihrer Tasche und brauchte deshalb kein Ersatzdokument. Mit viel Geschick und Hartnäckigkeit gelang es ihr, beim Innenministerium Ausreise-Visa zu bekommen, ohne die wir das Land nicht hätten verlassen können. In Khartum herrschten immer noch über 40 Grad, eine Hitze, die einen völlig fertig macht. Dennoch verschafften wir uns in einer Kraftanstrengung am nächsten Tag noch neue Visa für Jordanien und Syrien. Am 8. September werden wir nach Khartum zurückfliegen, um die Visa-Antraege für Saudi-Arabien einzureichen, einen Flug nach Port Sudan buchen und von dort hoffentlich ohne Probleme mit dem Schiff nach Saudi-Arabien über zu setzen. Die Rückkehr nach Frankreich planen wir für Mitte Oktober. 12. Juli 2006 Je länger man auf dieser skandalösen Straße fährt, desto größer wird die Wut auf die kenianischen Politiker, die es in 40 Jahren Unabhängigkeit nicht geschafft haben, die wichtige Süd-Nord-Achse zu teeren. In den ganzen neun Stunden, die wir zur Grenze unterwegs waren, begegneten uns gerade ein Dutzend LKW und PKW. Wer will auf dieser mörderischen Piste schon sein Auto ruinieren? Es ist eine Unverschämtheit, dass bei der Einfahrt nach Kenia eine Straßengebühr entrichtet werden muss – in unserem Falle waren es 40 Dollar. Die insgesamt 1 000 Kilometer elende Piste von Isiolo nach Marsabit, von dort an den Turkana-See und zurück und dann von Marsabit nach Moyale forderten ihren Tribut: der rechte hintere Stoßdämpfer gab seinen Geist auf. Zu allem Überfluss fing auch noch das rechte Hinterrad an zu quietschen. Müde, abgespannt und in ziemlich mieser Stimmung trafen wir am Abend in Moyale ein und übernachteten wieder auf dem Hof desselben schäbigen äthiopischen Hotels, das wir schon von der Hinreise kannten. Für Christopher nahmen wir ein Zimmer, um wenigstens eine Toilette und eine Dusche zu haben, machten aber die Rechnung ohne den Wirt, denn das Wasser wurde die Nacht über abgestellt. Wenigstens gab es an der Bar reichlich kaltes Bier .... . Bereits an der äthiopischen Grenze beginnt eine recht gute Asphaltstraße, die bis Addis Abeba führt. Sie schlängelt sich durch wunderschöne Landschaften, zunächst noch in der Ebene und dann durch Berge mit teils subtropischer Vegetation. Hohe Geschwindigkeiten lassen sich nicht fahren, da alle paar Kilometer ein Dorf auftaucht. Da das Leben sich weitgehend auf der Straße abspielt, heißt es vorsichtig sein, denn garantiert laufen einem Ziegen, Kühe, Esel und auch Pferde vors Auto. Manchmal stehen sie auch einfach auf der Straße und dösen vor sich hin. Ursprünglich hatten wir vor, einen Abstecher nach Arba Minch in den Bergen zu machen. Als wir aber feststellten, dass uns das wieder 400 Kilometer auf steiniger Piste gekostet hätte, verzichteten wir darauf und rollten – abgesehen vom defekten Stoßdämpfer und dem quietschenden Hinterrad – weiter über den Asphalt. Wir saßen wieder den ganzen Tag im Auto, denn vor dem Langano-See, der nur noch 200 Kilometer von Addis entfernt ist, gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Wir suchten uns diesmal einen etwas besseren Campingplatz aus als bei der Hinreise, was aber ein Fehler war, denn es hielten sich dort wegen des Wochenendes zahlreiche junge Leute auf, die eine ganze Menge Lärm machten. Marion schlief trotz Ohrstöpseln sehr schlecht und hatte am Morgen zu nichts Lust, was bei ihr wirklich selten vorkommt. Wir diskutierten des Längeren über die Beschaffenheit unserer Gehörgänge, denn ich hatte von dem Lärm in der Nacht absolut nichts wahrgenommen und selig geschlafen. Da ich kräftig schnarche, sind Nächte, in denen es auch draußen laut hergeht, für Marion die reinste Tortur – was aber, wie gesagt, auch daran liegt, dass sie die Ohrstöpsel nicht so tief in den Gehörgang stecken kann wie ich. Für Christopher sind solche Erörterungen völlig unverständlich, da er so fest schläft, dass er nie aufwacht. Da sich der Camping-Platz am Langano-See am Sonntag Vormittag mit noch mehr Leuten füllte, legten wir nicht dort einen Ruhetag ein, sondern fuhren gleich nach Addis Abeba weiter, wo wir von Freunden wussten, dass uns auf dem dortigen Golfplatz verschwenderisches Grün und auch Ruhe erwartete. So war es dann auch. Wir nahmen uns für drei Nächte zwei Zimmer mit Dusche und Fernsehen und litten weit von Europa entfernt mit, als Deutschland im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft mit 0:2 gegen Italien unterging. Marion drehte an zwei Tagen mit einem österreichischen Modeschöpfer, der in Addis lebt, einen kurzen Fernsehfilm. Ich sauste in der Millionenstadt mit dem Auto herum, um dem Mitsubishi einen neuen Stoßdämpfer zu gönnen. Der Verkehr in Addis ist ähnlich chaotisch wie in anderen afrikanischen Hauptstädten, aber es wird viel vorsichtiger gefahren als etwa in Nairobi oder Dar es Salaam. Nach mehrmaligen Anläufen konnte ich mit Hilfe der Mitsubishi-Werkstatt einen Stoßdämpfer auftreiben (sie selbst hatte keinen auf Lager), der stolze 240 Dollar kostete. Ich war aber heilfroh, dass ich das Ersatzteil überhaupt fand. In Addis, das 2 400 Meter hoch liegt und in dem zwischen drei und vier Millionen Menschen leben, setzte die Regenzeit ein, die von Juli bis September dauert. Bei tagsüber um die 20 Grad braucht man einen Pulli, um nicht zu frieren. Wir alle, aber besonders Christopher, waren hingerissen von der Schönheit der äthiopischen Frauen, die sich vor allem in ihren fein geschnittenen Gesichtern und in ihren gertenschlanken Körpern zeigt. In Addis füllten wir auch unseren Proviant auf, der durch den Aufenthalt in Nordkenia deutlich zusammengeschrumpft war. Dann ging es weiter in den Norden. Wir durchfuhren die beeindruckende Schlucht des Blauen Nil ein zweites Mal, übernachteten in Debre Markos wieder im selben Drittklass-Hotel und schlugen unser Zelt nochmals am Tana-See auf. Das dortige Hotel Ghion ist auch nicht gerade berauschend, liegt aber wenigstens idyllisch am Wasser. Vom Tana-See aus machten wir uns auf den Weg zur äthiopisch-sudanesischen Grenze in Gallabat. In einem der Dörfer rammte ein bepackter Esel unser Auto und schlug den Aussenspiegel entzwei. Noch ahnten wir nicht, was uns an der Grenze und danach bevorstand. Dort fing es nämlich plötzlich an regelrecht zu schütten. In Äthiopien waren wir an die Regenzeit ja schon gewohnt. Dass es aber im Sudan gewittern würde – damit hatten wir nicht im geringsten gerechnet. Zur äthiopischen Passkontrolle mussten wir bereits durch tiefen Schlamm waten, da das Abfertigungshäuschen sinnigerweise etwa 60 Meter hügelaufwärts von der Straße entfernt liegt. Die beiden Beamten dort wollten sich vor Lachen ausschütten, als wir verdreckt und durchnässt bei ihnen ankamen. Sie ließen sich sehr viel Zeit, ehe sie unsere Pässe abstempelten. Ähnlich schleppend verliefen die Formalitäten auf sudanesischer Seite. Auch dort mussten wir durch Dreck und Wasser stapfen. Was uns empörte war, dass wir für die Registrierung der Einreise außer den Visakosten von jeweils 50 Dollar nochmals 35 Dollar pro Person zu bezahlen hatten. Inzwischen war es bereits nach fünf Uhr am Nachmittag und es fing wieder an, kräftig zu regnen. Von der Hinreise wussten wir, dass wir 150 Kilometer Piste vor uns hatten, um in Gedaref die Asphaltstraße nach Khartum zu erreichen. Der starke Regen verwandelte die ersten 30 Kilometer mit ihren tiefen Löchern sofort in eine unberechenbare Rutschbahn. Schon begegneten wir den ersten Autos, die im Schlamm und Wasser stecken geblieben waren. Es wurde bereits dunkel und wir dachten, wir hätten das Schlimmste überstanden, weil wir bereits den besseren Pistenteil erreicht hatten. Weit gefehlt. Unvermittelt standen wir vor einem Erdberg, mit dem die Piste wegen einer Baustelle abgeriegelt war. Die Umgebung mit ihrem Schlamm war in der Dunkelheit nicht zu befahren und vor uns hatte sich bereits ein Lastwagen für die Nacht eingerichtet. Uns blieb nichts anderes übrig, als unser Zelt im Regen auf dem Anhänger aufzuschlagen. Christopher musste sich im Auto häuslich für die Nacht einrichten. Zwei Sudanesen versuchten noch, sich durch die Umfahrung durchzukämpfen, blieben aber beide im bis zu 50 Zentimeter hohen Dreck stecken. Unsere Stimmung sank auf den Tiefpunkt, weil wir befürchteten, dass wir unter Umständen einen Tag oder länger festsitzen würden, wenn es weiterregnete. Am späteren Abend hörte der Regen auf, setzte am frühen Morgen aber wieder ein. Gegen sechs Uhr am Morgen kletterte ich aus dem Zelt und inspizierte barfuss die Umgehung, an deren Ende ich auf ein Camp der Straßenbauer stieß. Die waren gerade dabei aufzustehen. Nach langem Suchen fand ich einen Arbeiter, der ein wenig Englisch sprach. Er erzählte mir, dass rund 70 Kilometer der Piste von Gedaref her asphaltiert seien, bis dahin aber noch drei andere Baustellen mit Umfahrungen zu bewältigen seien. Nach einem Frühstück in gedrückter Atmosphäre wagten wir uns über ein steiles Stück von der Straße auf die Umleitung hinunter. Marion filmte das Abenteuer und Christopher rannte neben dem Pajero her, um in Notfällen zu schieben. Der Mitsubishi meisterte den Schlamm und die Wasserlöcher souverän. Was ich nicht bemerkt hatte: die Räder des Anhängers blockierten wegen des Schlamms völlig, so dass ich ihn wie einen Schlitten hinter mir herzog. Auf der Straße wurden wir von etwa 30 Sudanesen begrüßt, die mit ihrem Bus an der Baustelle aufgehalten worden waren. Sie hatten unsere Fahrt durch den Schlamm mit Spannung beobachtet und klatschen Beifall, weil wir die schwierige Passage geschafft hatten. Einer der Zaungäste half Christopher dabei, den zwischen den Anhängerrädern und den Schutzblechen festsitzenden Schlamm heraus zu kratzen – ein schwieriges und dreckiges Geschäft. Nach jeweils nur wenigen Kilometern folgten nochmals zwei kürzere Umleitungen parallel zur Piste, die aber leicht zu bewältigen waren. Das dritte und schwierigste Hindernis erwartete uns acht Kilometer vor Beginn des Asphalts. Wieder mussten wir von der Piste herunter und durch den Schlamm. Glücklicherweise leitete uns ein Pickup der Baufirma durch den Dreck. Er kannte jede schwierige Stelle. Zu allem Überfluss kamen uns mehrere Lastwagen auf der schmalen Schlamm-Strecke entgegen. Die Ausweich-Manöver ließen uns regelmäßig die Haare zu Berge stehen. Wir dachten bereits, wir hätten das Schlimmste hinter uns, als hinter einer Biegung ein riesiges Wasserloch und eine ziemlich steile Auffahrt zur neuen Teer-Straße auftauchten. Unser Leitfahrzeug meisterte das Wasserloch ohne Probleme. Ich hielt zunächst an, weil Marion wieder filmen wollte und Christopher sich bereit machte, notfalls zu schieben. Auf der neuen Straße hatten sich inzwischen an die 20 Arbeiter versammelt, die uns genau beobachteten. Der Pajero pflügte durch das über kniehohe Wasser und nahm schlingernd auch die schlammbehaftete Steigung zur brandneuen Teerstraße. Geschafft! Diesmal musste Christopher sogar die Räder des Anhängers abnehmen, weil sie durch Schlamm wieder völlig blockiert waren. Frohgemut machten wir uns daran, das rund 450 Kilometer entfernte Khartum anzusteuern. Dank GPS fanden wir uns in der Riesenstadt gut zurecht und suchten wieder den Blue Nile Sailing Club auf, um dort zu campen. Bis nach Hause würden wir jetzt nur noch auf Asphalt fahren – nach insgesamt Wider Erwarten ging in Khartum unsere Pechsträhne weiter. Um das Transit-Visum für Saudi-Arabien zu bekommen, muß man sich zunächst ein Empfehlungsschreiben der Deutschen Botschaft und dann das Visum für Jordanien besorgen. Die Saudis wollen offenbar sicher sein, dass die wenigen Besucher auch wieder ausreisen. Die Jordanier stellten die Visa innerhalb von zwei Stunden aus. Bei den Saudis schien zunächst auch alles bestens zu laufen. Sie versprachen, uns die Visa innerhalb von zwei Tagen zu geben. Doch dann war plötzlich Sand im Getriebe – warum, haben wir nie herausbekommen. Jedenfalls mussten wir eine sudanesische Vermittlungsagentur einschalten, die sich ihre Dienste teuer bezahlen ließ. Weil die Botschaft donnerstags und freitags nicht arbeitet, verloren wir vier Tage. Es gibt sicher schönere Plätze in der Welt als Khartum, um freie Zeit angenehm zu verbringen. Die Stadt ist ziemlich staubig und in manchen Teilen auch heruntergekommen. Temperaturen von 40 Grad machen das Leben nicht gerade einfacher. Der Schweiß rinnt und rinnt. Dem Körper muss literweise Flüssigkeit zugeführt werden, damit er nicht austrocknet. Probleme bekamen wir auch mit dem Pajero. Zweimal war die Batterie völlig leer. Also hieß es, den Mitsubishi in die Werkstatt zu bringen. So waren wir auf dem ohnehin nicht berauschenden Campingplatz des Blue Nile Sailing Clubs ziemlich festgenagelt. 29. Juni 2006 Leider blieb das Auto, mit dem er zum Flughafen in Johannesburg unterwegs war, mit einem Motorschaden liegen. Er musste deshalb die Reise einen Tag später antreten. Wir besorgten inzwischen in Nairobi ein äthiopisches Visum für ihn und für uns alle auch die Visa für den Sudan. Alles ging sehr schnell und problemlos über die Bühne. Allerdings fragte der Beamte in der sudanesischen Botschaft, ob Marion nicht zum Islam übertreten wolle. Da sie den guten Mann nicht verärgern wollte – denn wir mussten die Visa für den Sudan unbedingt haben – gab sie ihm ausweichende Antworten. Sonst hätte sie ihn darauf aufmerksam machen müssen, dass die Botschaft eines Landes keine Moschee ist. Man muss sich nur mal vorstellen, ein deutscher Konsularbeamter im Ausland würde versuchen, Antragsteller zum Christentum zu bekehren. Mit Sicherheit würden diplomatische Verwicklungen folgen. Doch in Afrika ist eben alles anders. In Nairobi bekam ich höheres Fieber und am Abend Schüttelfrost – ein sicheres Zeichen für Malaria. Ohne lange zu fackeln, begann ich sofort eine Anti-Malaria-Behandlung mit Tabletten, die wir aus Frankreich mitgebracht hatten. Schon am zweiten Tag fühlte ich mich besser und am dritten war der Spuk vorbei. Offenbar hatte mich im Süden Tansanias eine Stechmücke mit dem Malaria-Erreger infiziert. Christopher bekam in Nairobi sehr starke Ohrenschmerzen. Marietess – eine ausgebildete Krankenschwester – riet uns, Antibiotika anzuwenden und natürlich hatten wir auch die in unserer Reiseapotheke. Von Nairobi aus machten wir uns auf den Weg nach Marsabit in Nordkenia, um von dort weiter nach Äthiopien zu fahren. Zunächst besuchten wir aber noch den Samburu-Nationalpark in der Nähe von Isiolo, wo die Asphaltstraße unvermittelt aufhört und eine Piste beginnt, die nicht einfach zu befahren ist. Wir kamen am frühen Nachmittag im Park an (Gebühren für Eintritt und Camping stolze 120 Dollar) und stießen bereits nach ein paar Minuten Fahrt auf etwa 30 Elefanten, die auf dem Weg zu einem Fluss waren, um ihren Durst zu stillen. Draußen herrschten 40 Grad. Auf der Suche nach dem Campingplatz sichteten wir auch noch etwa 20 Gemsböcke und ebenso viele Zebras, die es nur im Samburu Park gibt. Sie sehen mit ihren weißen Ohrenspitzen und ihrem weißen Unterbauch sehr lustig aus. Am Parkeingang hatten uns die Ranger versichert, der Campingplatz sei gut ausgeschildert, aber natürlich war dem nicht so. Wir landeten schließlich an einer eingefassten Wasserstelle und schlugen dort unsere Zelte auf. Hundert Meter entfernt grasten friedlich drei Büffel, die keinerlei Notiz von uns nahmen. Als es bereits dunkel war, kam plötzlich ein Jeep mit Soldaten angefahren. Es stellte sich heraus, dass wir gar nicht auf dem regulären Campingplatz waren. Der Befehlshabende ließ uns zwei Soldaten da, die uns während der Nacht bewachten – was uns ganz recht war. Am nächsten Morgen starteten wir Richtung Marsabit. Wir waren diese Piste schon einmal gefahren, als wir aus Äthiopien kamen. Vom Samburu-Park bis nach Marsabit sind es 220 Kilometer und wir brauchten dafür auf der teils liederlichen Straße rund acht Stunden, weil man mit einem Anhänger nicht so schnell fahren kann. In Marsabit fragten wir uns zum Schweizer Henry Domann und seiner Frau Rosanna durch (Handy 0735 420819 oder 0735 491522), die Campinggäste aufnehmen. Henry kam vor über 20 Jahren als Entwicklungshelfer nach Kenia und blieb in Marsabit hängen. Bei den Domanns schauten wir uns im kenianischen Fernsehen mit Genuss das Weltmeisterschaftsspiel Deutschland gegen Schweden an. Marsabit ist ziemlich hässlich und dreckig, aber die einzige größere Niederlassung auf den 500 Kilometern von Isiolo bis nach Äthiopien. Nachts weht oft ein starker Wind, am Morgen liegt Nebel auf den umliegenden Bergen und die Sonne kommt erst gegen Mittag heraus. In Marsabit machten wir die Bekanntschaft von Pater Everista, der uns einlud, in der katholischen Mission in Loyangalani zu wohnen, als er hörte, dass wir an den Turkana-See fahren wollten – den größten Wüstensee der Welt. Er ist rund 250 Kilometer lang, bis zu 40 Kilometer breit und reicht bis Äthiopien. Er wurde 1888 vom österreichischen Grafen Samuel Teleki von Szek entdeckt, der ihn nach Thronfolger Rudolf benannte. 1975 gab der kenianische Präsident dem See den Namen Turkana. Die Turkana sind der größte der am See lebenden Stämme. Die 220 Kilometer von Marsabit bis an den See führen zunächst durch die steinige Chalbi-Wüste, vom Dorf Kargi an über eine gut befahrbare Sandpiste. Dann heißt es, sich wieder über eine unangenehme Steinstraße zu quälen. Wir brauchten rund sieben Stunden bis zum See, wo uns Pater Everista einholte, der sehr viel später in Marsabit losgefahren war. Die letzten 25 Kilometer bis zur Mission waren die schlimmsten, die wir auf unserer gesamten Afrika-Reise zurücklegen mussten. Da das Wasser Turkana-Sees stark alkalisch und auch salzhaltig ist, wächst um ihn herum so gut wie nichts. Die Piste nach Loyangalani besteht streckenweise aus handgroßen Steinen und auch größeren Brocken, die das Fahren zu einer quälenden Rutschpartie machen, so bald es den Berg hinunter geht. Wir hörten die Steine gegen die Unterseite des Pajero donnern – kein gutes Gefühl. Aber er überstand alles heil, wie eine Inspektion am nächsten Tag zeigte. Ein größerer Schaden in dieser abgelegenen Region würde zu riesigen Problemen führen. Um Loyangalani herum wohnen vorwiegend in Schilfhütten rund 20 000 Menschen, die sich vom Fischfang und von ihren Ziegen und Kühen ernähren. Ackerbau ist in dieser unwirtlichen Gegend ausgeschlossen, da es an Wasser mangelt und Fallwinde von den Bergen die Erosion ständig vorantreiben. Und doch liegt die katholische Mission in einem paradiesischen Palmengarten, da aus der Erde eine Quelle mit 42 Grad heißem Wasser sprudelt. Rohre führen auch in die umliegenden Dörfer, die so wenigstens ständig frisches Wasser haben. In Loyangalani und an den anderen Siedlungen am See leben vorwiegend Nomaden. Ein „armer“ Nomade hat an die 200 Tiere, die Reichen bringen es bis auf 1 000. Die Ziegen, deren Blut die Nomaden trinken, werden in die Berge getrieben, wo sie etwas zum Fressen finden. Die Größe der Herde ist Statussymbol. Das ist der Grund, weshalb die Besitzer selbst dann keine Tiere schlachten, wenn Dürrezeiten die Region heimsuchen. Regen fällt am Turkana See nur an ein paar Tagen im Jahr und manchmal jahrelang überhaupt nicht. Die Mission, in der wir auf das Herzlichste empfangen wurden, und auch das Rote Kreuz geben regelmäßig Nahrungsmittel an die doch recht arme Bevölkerung am Turkana-See aus. 1. Oktober - 1. November 2005: Frankreich, Italien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan |
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We will continue writing again starting September 8th when we take the flight from Geneva to Khartoum. Hopefully then everything goes smoothly until we are back in France towards the end of October. Until then – good luck! July 23, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN July 22, 2006 -- PORT SUDAN –> KHARTOUM, SUDAN July 21, 2006 -- PORT SUDAN, SUDAN July 20, 2006 -- PORT SUDAN, SUDAN We finally decided to fly back home! The fastest way possible! We have had it! We talked to the more than helpful people of the Sorbat Shipping Company, where I am sitting right now in an air-conditioned office. Outside, we have a sweltering 43 degrees. Christopher is with the trailer at the garage to have it properly fixed. The German Embassy is open on Sunday only. We will fly Saturday from Port Sudan to Khartoum and check into a hotel, then apply for our passports and the Sudanese visa on Sunday. Tuesday morning at 1:55 a.m. we will fly with Lufthansa via Frankfurt to Geneva. The car and the trailer will stay at the agency until we come back in September to continue our trip home. We need to recharge our batteries! Sudan was just too much for us. No luck with the weather, the car, the trailer, and on top of it, they stole all our papers. The Sudanese are the most helpful people. Everybody seems to believe that our papers and passports will turn up again, that the thieves who managed to open the car door without any noise (the car was right next to the trailer while Arno and Christopher were repairing the bearing) will just throw the bag away. They want money – no documents. We went to the police yesterday and this morning again. We need the report, but have to come back later. Without that, we are persona non grata. Luckily we can stay at the agency until we fly to Khartoum on Saturday. Alexandra has to wire some money from the States again. Since we made the decision to go back home, all three of us feel better. We have time until September before again tackling Sudan, Saudi Arabia, Jordan, Syria, Turkey, Greece and Ex-Jugoslavia. July 19, 2006 -- IN THE SCRAPYARD –> PORT SUDAN, SUDAN Christopher and I went with some guy who spoke a little English to eight places, trying to find the right size bearing. Time was running out. Arno spent our last dollars. The passage without cabin (18 hours!) to Jeddah already cost 425 Dollars. We were left with some Sudanese Dinars for food, but not for repairs and/or hotels. The mechanic took the measurements of the bearing to adjust them with a torch. At 1:30 p.m. – we were supposed to be in Suakin (60 km from Port Sudan) for the check-in, papers, etc. at 2 p.m. – Christopher had managed to bang on the bearings for a temporary hold. We would have to have another repair in Saudi Arabia. I had stayed at the shipping agency to cool off from all the driving around that morning with the mechanic in humid 45 degrees and just met up with my two guys – only to find out that SOMEBODY HAD STOLEN ARNO’S BAG with all our car papers, passports, etc., except money. That was the second time: first in Nairobi on our way down, now here in the North of the country. Khartoum and embassies were now 1.200 kilometers away. We were blaming each other: me for not going with them to fix up the trailer, Christopher for not locking the car doors, Arno for not holding onto his bag. After some screaming, checking, running back and forth with our Sudanese shipping people (for translation), we finally gave up. NO ship. NO Saudi Arabia. NO passports, NO papers! We cannot even check into a hotel. No papers – no hotel! We did not calculate that we had to stay longer in this country, therefore, no money. In Saudi Arabia, we could have gotten money from an ATM machine – not in Sudan. We stayed in the yard of the shipping agency – morally, we were at our lowest!
July 18, 2006 -- IN THE BUSH –> PORT SUDAN, SUDAN At night, we had rain again. The mud stuck to our tires again. Arno checked out the area barefoot. The mud just sticks to your feet. Shoes are useless. My poor husband carried me to the car to drive out of the mud. In the end, I was the only one without dirty feet. Christopher had to take the trailer's wheels off again. They do not turn with the caked-up mud and when they do turn, they make funny grinding noises. For breakfast, we had another Beja visitor. They wear a waistcoat over their rather dirty short jallabiyas – the islamic mens’ dress – and wavy Afro-style hair. Their features are more Ethiopian or Eritrean than negroid. We passed Kassala with its funny shaped rock mountains sticking out of the flat plains. Several sandstorms came our way. It is amazing that the nomads are still living in this hostile, dry, dusty semi-desert and that their animals find something to eat at all. The Bejas also have some strife with the government in Khartoum. They want more autonomy. Sudan is the biggest country in Africa, but should actually be cut up in several countries. The South finally reached a peace agreement with the Arabic North. The arms-down agreement came in 2002 – to the surprise of many. The final peace agreement was signed in January 2005. From 2002 on, both sides agreed to a six-year interim period, which will be followed by a referendum in the South. The people have to decide for or against staying with their Arabic neighbors: unity or independence. Many Southerners fear war or rather, they will go to war again, if the North does not accept their referendum (most likely calling for independence!). They also agreed on 50% of the oil revenues for each side. Apparently it has not happened yet. The very strict Sharia law is supposed to be applied only to the North (before it also was forced on the Southern Sudanese, who are Christians or Animists) . Khartoum probably will never let the South be self-determined. It does not look good for country. The whole mess with the western part of Sudan, in Darfur, is still happening even though they also signed a peace treaty with some rebel groups. As always, the population is suffering. The road to Port Sudan is dangerous. In Sudan, they must have the longest trucks of the whole continent – at least 25 meters long. For example, one truck we passed was carrying four gravel trucks. That is long! We have to pass those while watching out for the crazy bus drivers who overtake no matter what, just flashing their lights. If we would not have stopped, we would have had many head-on collisions. Potholes and wavy roller-coasting tar, goats, camels, dogs, people are a nightmare even for the best driver. We arrived in Port Sudan after nightfall and tried to find a hotel. They have outrageous prices. A hole in the wall costs 35$. If it would be proper, ok, but it was not. In so-so hotels, the average double room costs 79$. We ended up camping behind a garage – in a scrapyard! It is a long way down the list of camping sides! The Sudanese are at least respectful of privacy. Even though they do not see many Europeans camping in a dump, they only stared a bit before walking off. Before we decided to go downhill, we went to the Hilton. We were dreaming of a proper toilet, shower and beds. But for 340$ and no acceptance of credit cards (cash only!), the decision to camp amongst beaten-up cars, caterpillars and what not, was easy. July 17, 2006 -- KHARTOUM –> IN THE BUSH, SUDAN We left at 1p.m. Before we checked in with Mitsubishi for the car battery. Even tough the battery was quite new, our travels tired it out. We needed a new one. Luckily they gave us their old battery for free. It seems to work fine. We were so happy to leave Khartoum forever, but that was just a wish! We traveled again toward the Ethiopian border – to Gedaref – before heading up North to Port Sudan. Before the town of Gedaref, mud houses with lots of plastic and garbage strewn around. Only along the Nile do you see greenery. After Gedaref, the countryside changes. The African-style villages with straw-covered rondavels in the wide flat plains look so much better. A lot of sorghum and sesame is planted here. We saw the Nile River on and off. Both names for the river are wrong: the Blue Nile is darker brown than the White one. Forget the blue or the white. Both are more than muddy brown. In between both of them (they come together in Khartoum) is rich agricultural land. We drove 460 kilometers that day. At nightfall, we were looking to go off road. Not that easy. Finally we found an escarpement and put up our tent. We had some Beja tribe visitors, but they left after talking non-stop with us for a while. No idea what was spoken. Just lots of smiles. July 16, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN Christopher went with Francis, a South Sudanese student, to the market. Apparently they were the hit in town. Christopher tried on abiyas (the black islamic dress for women) to buy one for me. He managed and even got the right size. I need to wear a scarf and some sort of Islamic-style dress when in Saudi Arabia. We got the letter from the German Embassy. But nothing is free. Our money goes fast. The Saudis only accept applications through an agency: their fee plus the visa fee amounts to 8.600 Sudanese Dinars (about 40$ per person). The Germans asked 5.500 Dinars (25$) for the letter. The Jordanian visa was 25$; the Syrians asked for 6.400 Sudanese Dinar (30$). And that times three! July 15, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN July 14, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN July 13, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN July 12, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN We were running out of money as well. We hadn't been able to draw money since Ethiopia from the ATM machines. It isn't possible anywhere in Sudan. We had enough dollars, but the car repairs, the use of hotels instead of camping (because of the rain), etc. has drained our resources. We had to call our daughter in the States to wire 500$ via Western Union. We still have the same amount, but have to pay the ferry from Port Sudan to Saudi Arabia. I have no idea what to do in case the Saudis do not give us the visas on Sunday. July 11, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN It rained in Khartoum! I never would have believed it. Before the rain, the dust came in blasts. We were covered in it. July 10, 2006 -- KHARTOUM, SUDAN Fortunately, two other overlanders were here. One young couple from South Africa who are going back to their country after having spent five years in the UK. The other couple was from the Czech Republic. They helped us out with cables. We left for the embassies, where Christopher had to stay in the car – it could not be turned off – and that in heat of up to 45 degrees. We got the Jordanien visa in the afternoon. But the Saudis were making problems. We had to contact an agency to file the papers. They wanted much more money than the visa costs. We decided to give it a try the next day at another agency. The car was also checked at Mitsubishi, but they found no trouble with the battery. We thought perhaps the cable of the coolbox had drained the battery and took it off. I contacted the people for my film and was successful. July 9, 2006 -- SUDAN During the night two pick-up cars had tried to get through the mud only to be stuck in it. Somehow the Africans take it better than us. What one cannot change, one has to endure. Arno decided to give it a try. It did not look good. The mud is one thing, but water holes are another. He managed to make it through against all odds. We bypassed this stretch and got back onto the gravel only to have a few kilometers further on another mudwall. They build the roads but not the bridges. Those we had to bypass. Arno managed another one. I filmed the whole thing not looking at the real situation. I could not have handled it. It is nerve racking. We asked one driver how many more of those. Oh several, he said but volunteered to drive in front of us. He was with the construction company. We followed until the biggest mud hole yet. He swerved through it to be followed by Arno. What we did not realize before was that Arno was pulling the trailer. The wheels had locked. They would not turn anymore. Christopher was full length on the ground, trying to get the hard-packed mud off the wheels of the trailer. In the end -- after yet another mud-puddle crossing -- he even had to take all tires off. The front wheel of the car made horrible noises as well. He took that one off with the help of some Sudanese who were in the end as dirty and muddy as Christopher. We managed to get to Khartoum. In the morning, I would have thought it not possible. July 8, 2006 -- BAHIR DAR, ETHIOPIA –> STUCK IN THE MUD, SUDAN Ethiopia has right now about 75 million people. 1.5 million babies are born each year. Most of the time, they do not have enough to eat. But no family planning here. At the Ethiopian border we had to wait for the official to stamp our car papers. It was Saturday and apparently they have a holiday on that day! This office is 38 km before the border. It started raining as we came to the passport office at the border. We got out of the car to the amusement of the people. The rain turned the road into a sliding mud field. We had to climb a little hill. Our shoes got stuck in the mud. We took them off. The people just laughed like crazy. They probably never saw whites wading through mud. The officials took their time before stamping the passports. At the Sudanese border, it got worse. They wanted in Sudanese pounds 35 $ but there is no bank open on the weekend. The visa already cost us 50$ each at the Sudanese Embassy in Nairobi. Now another 35$ per person for registration fees. We finally changed with a guy in the village, going barefoot through the mud puddles back and forth in between the passport and registration offices. Then I had to go to another office to register our passport numbers and names again. The official managed to write DEUTSCH as family names, then Arno, Marion and Christopher. That’s how easy one gets another name in Sudan! As we finally settled that, they waved us to an inspection side. Arno did not get it. He thought, another guy hassling us and just screamed out of the car window "Leave me alone!" and sped off. I hope we did not need another stamp that we will have to show when we leave Sudan. Even though it was getting dark, we decided to try to drive from the border to Gedaref, 150 km from the border of Gallabat. We knew it would be a difficult stretch, but what happened was a nightmare. The road is being built; sometimes there is smooth gravel, then again a detour into the mud. We managed one detour in pouring rain, making the car slide through mud stretches. But after getting back on the gravel, we ended up in front of a mud pile. The tracks were blocked. A truck had stopped there as well. Through sign language and broken English, we understood. The only way to get further on would be to go off to the side again. We decided against it and put up the tent in the downpour. We took one towel to clean off the mud off our feet and climbed into the tent. Our spirit was at the lowest level since taking off. We had no idea of how long we would be stuck here. July 7, 2006 -- DEBRE MARKOS –> BAHIR DAR, ETHIOPIA We stayed again at Lake Tana. Fortunately, the rains were light. I rather stay in my tent than in those rather run-down hotel rooms. The temperature during the day was only in between 14-18 degrees. July 6, 2006 -- ADDIS ABABA –> DEBRE MARKOS, ETHIOPIA When crossing Africa, unfortunately, in one country or another there is the rainy period. We have reached the long rains in Ethiopia, which is not inviting us to stay longer than necessary. We had to rent a room in Debre Markos. No camping in the downpour for us. We stayed all three in one room. I took a sleeping pill. With Arno snoring, Christopher turning all the time in bed, I knew I would not sleep otherwise. July 5, 2006 -- ADDIS ABABA, ETHIOPIA July 4, 2006 -- ADDIS ABABA, ETHIOPIA July 3, 2006 -- LAKE LANGANO –> ADDIS ABABA, ETHIOPIA We only saw one tractor for plowing, otherwise it is the work of the oxens. Men walk behind them holding the wooden plough. From Lake Langano on, it is flat farming region. We passed our 37,000-kilometer mark since leaving France. Just before a huge thunderstorm, we reached Addis to take two rooms at the golf club. What a nice place and quiet as well. Being surrounded by green and flowers, we did not even mind the rain. Christopher fell for the Ethiopian beauties working at the hotel. I guess it was both ways. He wants to return to Addis as well. July 2, 2006 -- MOYALE –> LAKE LANGANO, ETHIOPIA I wanted to go to Arba Minch and further on to Jinka to see the tribes of the Mursi and Hamer. Everybody told us horror stories about the Mursis. The women are wearing stone plates in their lower lip. Apparently, they squeeze – sometimes by force – money from tourists who tend to take photos. The Hamer are more docile, but Arno did not want to drive hundreds of kilometers on rough terrain again. On top of it the rainy season (until September) had set in. I was outvoted – we continued to Lake Langano past banana, kat (local stimulant), eukalyptus plantations and tropical forests. We stayed at the Bekele Mola Hotel which also has camping sites. But because of semester break, many young people used the place to party until 2:30 a.m. It rained and the water did not look inviting. Lake Langano apparently is free of bilharzia, which comes from tiny snails. They tend to burrow their way into one’s skin, later enlarging one’s intestines. When not treated, it will lead to death. July 1, 2006 -- MARSABIT, KENYA –> MOYALE, ETHIOPIA For the border crossings, it took us 1 ½ hours. Most of the border guards are not the nicest people. We just tend to ignore them. Finally we arrived at the run-down hotel on the Ethiopian side of Moyale we had stayed in on our way down. We took a room for Christopher, so that we could take a shower and use the toilet. But no luck there either. The water was cut off. The room stank to high heaven. At least they had a bucket shower. Sometimes I wonder why we are doing this to ourselves.... Christopher was again surrounded by locals. They went to a bar to watch soccer again. June 30, 2006 -- LAKE TURKANA –> MARSABIT, KENYA I wrote before of the horrible ride from Marsabit to Lake Turkana. Well nothing changed for the drive back. It was just awful. For the 250 kilometers, it took us 8 hours. We passed one truck and just before Marsabit a MSF vehicle. The absolute nightmare would be to have a car problem on this stretch. But our Mitsubishi is amazing – just plowing through hard terrain. We stayed again at Henry and Rosanna Domman’s place. For campers, they have a half-open hut, which is nice because the wind is incredible. During the day it is hot and dusty and by nighttime the wind blows you away. I just wonder how a Swiss can stay decades in this place. I would get homesick. Marsabit is a dusty and dirty town. Arno and Christopher watched the World Championship in soccer: Germany against Argentina which ended in 4:2. They came back in a happy mood because of the young German soccer players scoring in a good game. The beer might have helped their mood as well. June 29, 2006 -- LAKE TURKANA, KENYA Before, I filmed a mass held under a tree. That is how christianity probably started. An old man seemed to like the singing, approached the priest in midst of his sermon to shake his hand. Everything was so natural. People floating in and out of the circle around the priest. I would have liked to stay longer at the mission, but we need to clear out our farm in France by September 1st. In hindsight, it was the right decision because we ended up being stuck several days in Khartoum, but more on that later. The priests were very open-minded. We had heated discussions about religion which ended with laughter. As often as possible, we soaked in the hot pool. The mission is an oasis of green in the stark surrounding of rocks and dust. It will be sad to leave tomorrow back to Marsabit. I dread the road already. June 28, 2006 -- LAKE TURKANA, KENYA June 27, 2006 -- LAKE TURKANA, KENYA The environment is hostile. Barren mountains, deserts and scrubland. The nomads are trying to feed the enormous herds around the lake. With 200 goats, the guy is considered to be a poor man. 1000 goats -- he is prosperous! And that in an area where there is never enough gras for all the animals. Just a few months ago, half of the animal population perished because of drought. It rained 2 days in April. Now one sees patches of green gras. The nomads get their prestige and pride through the number of animals they have. The priests try to teach them to either sell or slaughter some of them. They will not. One nomad committed suicide. It is better for me to die than to see my animals dying is what he said. Everybody subsists of water, a cup of milk and some relief food – nothing else. Only for ceremonies will they slaughter an animal. Because of scarcity of grazing areas, the different tribes also kill each other here. The lake is the largest lake in the country. It was an Austrian who discovered it. Count von Szek named it Lake Rudolf. Former President Kenyatta changed the name in 1975 to Lake Turkana. The water is highly alkaline but has nile perch, crocodiles and tilapia fish, which nourish the population. But most of the Samburus do not touch fish. They believe it to be a snake. They rather starve to death. Nothing really grows around the lake. It is a desolate region, though the lake is beautiful. We arrived in Moete around lunchtime but no lunch for us. The fathers are used to have only 2 meals a day. I should have taken something along, even though it is difficult to munch when the nomads are around. Knowing about their food situation, one tends to hunger in sympathy with them. I filmed the small settlement of Moete, the school. We left to try to pull the other car out of the sand. There was something wrong with the car. Eventually the Father managed to put it into the second gear and off we went. We arrived at 8:30 p.m. – nearly 12 hours after we started! Everybody was worried about us – except us. The Fathers know the region, the tracks, the people. I never worried and actually enjoyed seeing the region. We never would have attempted that track with our car. June 26, 2006 -- MARSABIT –> LAKE TURKANA, KENYA June 25, 2006 -- MARSABIT, KENYA Marsabit is quite high. The highest mountain is about 2,000 meters. During the night we thought our tent will blow away. In the mornings, it was quite cold and misty. June 24, 2006 -- SAMBURU NATIONAL PARK –> MARSABIT, KENYA In Marsabit we found a great camping site. When one comes into Marsabit, follow the sign to the Catholic mission. Just before, head left on the sand track towards Henry and Rosanna Domman. He is a former Swiss development worker and with his Kenyan wife has 7 children. They have been there forever. Next to their house, they have a small camp with a hut in the middle of the bush. Arno and Christopher watched the World Cup in football at their house: Germany won! June 23, 2006 -- NAIROBI –> SAMBURU NATIONAL PARK, KENYA Around Nanyuki there are large flower farms surrounded by mountains. Further on, towards Isiolo, it is arid lowland but sill asphalt. After Isiolo, the bad roads (one cannot call that a road) started. The national park is about 325 km from Nairobi, 50 km on bad tracks. As soon as we drove into the Samburu National Park, we saw about 38 elephants, 20 gemsbock, 30 zebras, 2 giraffes, impalas. The zebras are different here than in the rest of Africa. They have round ears and white underbellies and are quite cute. In the park, they have some expensive lodges. We wanted to camp but had difficulty finding our way. No signs. We headed to a huge acacia tree next to water hole. Apparently the Italians dropped a bomb there during the war creating a crater which is now full of water. In the background we saw the blue-grey mountain range, it is a great park to visit. Just at nightfall we saw carlights. Rangers were looking for us. We did not camp in the right spot – more the park’s fault. They just dumped 2 guards and left them with us for the night. We fed them. After breakfast they asked for 500.- Ksh each ( 70 Ksh=1.-$) and off they went. Before nightfall we had buffalos as neighbors. They are the most dangerous animals but "ours" were grazing peacefully. They even came back in the morning. Underneath our tree a leopard must have spent a night. On the ground were horns of an impala. I love experiences like that. There is nothing more peaceful than being in the African bush all alone. Elephant dung was all around us, but they stayed away from us. We had to pay 120$ for the three of us, but for me it was worth it. June 20–23, 2006 -- NAIROBI, KENYA Christopher, our son, arrived in Nairobi to travel with us back to France. It was great to see him and to have him share our adventure. He has finished his diploma in cinematography in South Africa and is heading after Europe to New York for work. We went to get our visas for Ethiopia (for Christopher) and Sudan. At the Sudanese Embassy, I had to have an interview with the consul. He asked immediately if I would consider to become a Muslim. My answer: I have not thought about it. I wanted to say different things, but since we needed to cross Sudan I had to play it safe. He asked if I believed that God created humankind and about the prophet, etc. He never asked what we want to do in Sudan. Fortunately, he approved our visas. But I was furious. Luckily Arno was not with me. I do not think he could have handled this situatiion. He flipped out already with all the poor policemen who stopped us in Tanzania and Kenya. In Nairobi, a policeman asked us about all the car papers. We do not carry the originals around since all our papers were stolen in Nairobi on our way down to South Africa. Arno and the policeman had a shouting match. The guy called Arno an old man. That definitely did not go down well. In the end, he let us go. Difficult to say who won! June 19, 2006 -- ARUSHA, TANZANIA –> NAIROBI, KENYA We left in drizzly rainy weather. The drive to the Kenyan border is pretty. We saw many masaiis and their herds along the road side. Tanzania will win the prize in speed bumps. It is usual to have 4-5 before a village and the same amount after one. We find the gas prizes quite steep. One liter of diesel costs Tsh 1330.- (1$=1000Tsh). Towards the Kenyan border the area is savannah. The border crossing was uneventful. It is expensive though: for Tanzania and Kenya the visas were 50$ each. Then we had to pay a road tax of 40$ for the car. Both countries will raise their park fees this year. Kenya will double the national park fees as of July. I wonder how many people can still afford to travel around in East Africa. October 1 - November 1, 2005: France, Italy, Tunisia, Libya, Egypt, Sudan |